Seit Montag haben im Bereich des Voslapper Groden Nord erste Maßnahmen begonnen. Nach Beobachtungen vor Ort wurden Amphibienschutzzäune errichtet, Flatterband zur Vergrämung boden- und schilfbrütender Vogelarten angebracht sowie Entwässerungsarbeiten durchgeführt. Zudem ist ein umweltbegleitendes Fachbüro vor Ort, und ein Bagger hat einen Wasserablass hergestellt.
Nach aktuellem Kenntnisstand ist der beantragte vorzeitige Maßnahmenbeginn jedoch noch nicht beschieden. Ob bereits eine entsprechende Genehmigung vorliegt, ist öffentlich bislang nicht transparent dargestellt worden.
Dies ist auch von besonderem Interesse, da die Umweltverbände aktuell gegen das Verfahren klagen.
Kritisch zu bewerten ist insbesondere die fehlende Kommunikation: Weder die örtlichen Naturschutzverbände noch die Öffentlichkeit oder die Mitglieder des Rates wurden nach bisherigem Stand umfassend über den Beginn der Maßnahmen informiert. Damit wird erneut Vertrauen verspielt. Gerade nach den Diskussionen rund um die großflächigen Rodungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Unternehmen Mosolf hätte eine transparente und frühzeitige Information selbstverständlich sein müssen.
Gerade weil dieser Energiepark im Vogelschutzgebiet ein
Vorhaben von besonderem öffentlichen Interesse ist sollten dessen Genehmigungsstatus und Bauphasen auch jetzt transparent auf der Webseite des Projektes veröffentlicht werden.
Nach Auffassung der Ratsgruppe ist eine transparente Kommunikation bis jetzt eklatant fehlgeschlagen.
Die Verwaltung ist gut beraten, die weggefallene Transparenz komplett herzustellen auch um dem aufkeimenden Gefühl, dass Tatsachen geschaffen werden sollen, entgegen zu wirken!
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